Mallorcas Märkte… Gemüse, Obst und verlockendes Land – Teil 1

Mallorcas Märkte… Gemüse, Obst und verlockendes Land – Teil 1

Wochenmärkte auf Mallorca mit leckerer Auswahl!

Die Tage auf der Lieblingsinsel der Deutschen haben wir bei feinstem Sonnenschein, frischem Wind und ebensolchem Obst und Gemüse von den täglich wechselnden Märkten sehr genossen. Die Möglichkeiten, sich gesund und auch günstig mit “grünen” Lebensmitteln auf der Insel zu versorgen, sind schier überwältigend.

typischer Marktstand...typischer Marktstand

 

Mallorca_PaprikaLeckere, nicht genormte Paprika

Die Paprika kommt nicht so künstlich daher wie in Deutschland, weil die dortigen Bauern sie genau dann ernten, wenn sie reif sind. Orangen und Zitronen gibt es an jeder Ecke, sie wachsen im “goldenen Tal” zwischen Palma und Sollér und sind saftig und süss. Tomaten werden in jeder Größe und Form und nicht nur in Rot angeboten. Schwarze Tomaten sind äußerst schmackhaft. Schon mal probiert? Auberginen im Tigerlook, Artischocken, Kohl und Salate jeder Art, Gurken, Bohnen, Kartoffeln, Rote Rüben, Zwiebeln, Äpfel, riesige rote schmackhafte Erdbeeren. Auch eingelegte Oliven, Knoblauch und Bohnen, Schafs- und Ziegenkäse von mild bis würzig sowie Nüsse finden ihre Käufer. Wir konnten nie genug bekommen und mussten unseren strapazierten Armen immer wieder bei einem Espresso in einer der heimeligen Bars etwas Erholung gönnen.

Mallorca_Markt-Oliven

Oliven und andere herzhafte Zutaten…  und Pollenca auf dem Kreuzberg

Pollenca und Cap Formentor

Pollenca ist einer unserer Lieblingsorte: Ein idyllischer, verträumter Ort mit verwinkelten Gassen, umringt von den östlichen Ausläufern des Tramuntana Gebirges. Sonntäglich findet auf der Placa Major der Markt statt, alle Geschäfte ringsum haben ebenfalls geöffnet und bieten Bio-Lebensmittel, mallorquinisches Kunsthandwerk, Schmuck, Blumen und Allerlei an. Zunächst springt uns eine 2-Kilo-Kiste reifer Erdbeeren für 5 Euro an. Vegetarisch gefüllte Brottaschen, Oliven, Knoblauchzehen (für beide!), eingelegte Bohnen, eine 400 gr. Tomate, eine unverschämt große Paprika und ein Stück Ziegenkäse wollen auch mit. Da der 170 m hohe Kreuzberg (Kalvarienberg) mit seinen 365 Stufen und dem Klosterstübchen oben noch auf uns wartet, bringen wir unseren Einkauf erstmal zum Auto, sonst wird der Weg auf den Kreuzberg noch zum Kreuzweg ;-) .

“Immer 2 Stufen auf einmal nehmen!”, werde ich angeleitet. “Warum?” Ach, egal, sind wir halt schneller oben. Dort begrüßen uns 3 megagechillte Katzen und ein fantastischer Ausblick auf Pollenca, das Tramuntana Gebirge und bis zum Meer. Gechillte Katzen trafen wir übrigens an vielen Orten. Sie wissen einfach, dass sie’s hier schön haben. Nach unten gehts dann wieder im Galopp, wollen wir ja noch zum Hafen.

5 Autominuten später packen wir am Port de Pollenca unseren Einkauf aus und picknicken unbeirrt der steifen Brise, die dort herrscht mit Aussicht auf die vielbefahrene Straße nach Formentor. Eine Möwe hält sich im Wind dicht bei uns in der Hoffnung, von dem köstlichen mit Aprikosen und Nüssen gespickten Brot ein paar Krümel abzubekommen. Das wird nix ;-)

Mallorca_Port de PollencaBlick auf Port de Pollenca
 
Mallorca_Pollenca Blickrichtung FormentorPollenca – Blickrichtung Formentor

Mallorcas Motorradfahrer haben scheinbar auch bemerkt, wie schön es hier ist. Wieso fahren wir eigentlich Auto? fragen wir uns bei einem richtig guten Espresso in einer Bar. Wir schauen dem übersichtlichen Treiben an der Strandpromenade zu und entscheiden uns, zum Sonnenuntergang Richtung Formentor zu fahren. Wenn alle beim Abendessen sitzen, wollen wir die gewaltigen Felsen in allen Rottönen glühen sehen. Ein paar Engländer hatten die gleiche Idee, ausstaffiert mit Sekt und Chips stehen sie am Mirador. Wir machen Fotos und fahren noch ein paar Höhenmeter weiter zu einem Turm und plötzlich erschließt sich die Aussicht über die ganze Bucht von Pollenca. Die Sonne geht aus, die Lichter der Stadt gehen an, ein schönes Lichterspiel und wir mittendrin, obendauf, ganz allein – mit ein paar Ziegen. So schön, spontane Entscheidungen sind oft die Besten!

Mallorca_Cap de FormentorCap Formentor

Port d’Andratx und Galilea

Frischluft macht müde, wir ignorieren den Wecker in der Früh und fahren etwas später nach Calviá, einem kleinen schmucken Ort mit kleinem Markt und vielen Cafe’s an der Westküste. Wir decken uns mit allem was unser Picknickerherz begehrt ein und fahren Richtung Andratx auf einer zwar engen, aber traumhaften Straße durch die Berge. Kaum Verkehr, ich lasse unseren kleinen Italiener warm laufen, die Bremsen und der Beifahrer funktionieren auch gut ;-) . In Andratx herrscht Siesta, kein Mensch weit und breit, die schöne Kirche ist auch geschlossen, also fahren wir weiter nach Port d’Andratx und packen auf dem Hafensteg unsere Markterrungenschaften und den Leatherman aus und bereiten unser Mittagessen zu. Die Jachten bewegen sich leicht auf und ab, ein meditativer Platz. Die Hügel, die den Hafen umschließen, sind beachtlich bebaut und wir überlegen, wer hier wohl wohnen könnte. Immerhin sollen ca. 35.000 Deutsche ihren Wohnsitz auf Mallorca haben.

Mallorca_JachtadlerJachtadler

Unerwartet landet ein Raubvogel auf einer der Jachten, wahrscheinlich ein Steinadler, ein sehr eleganter Vogel. Begleitet von seinem Besitzer segelt er umher und verscheucht damit vermutlich Tauben, die sonst wohl die Jachten vollsch… würden. Auch kein schlechter Job, oder?

Möhrenkuchen mit Cappu...Möhrenkuchen mit Cappu

Die Entscheidung treffen wir wieder spontan, nicht an der Küste nach Valldemossa zu fahren, sondern quer durch’s Gebirge. Hauptsache, der Beifahrermagen macht mit ;-) . Also zurück nach Andratx und Richtung Galilea. In Galilea finden wir auf einer Anhöhe ein Restaurant, mehr eine Chillout-Lounge mit entsprechender leiser Musik und Aussicht in die nähere grüne Bergwelt mit Palmen und Sehnsucht. Als einzige Gäste bestellen wir Café und einen Geburtstagskuchen dazu. Es erscheint eine sensationell angerichtete Kuchenplatte, auf der nur die Sprühsahne fehl am Platze ist. Seit dem sind wir übrigens süchtig. Nach Karottenkuchen. Na toll!

 

Mallorca_Katze1Mallorca_Ziegen1Tierimpressionen

Olli, bitte übernehmen Sie! Ich möchte jetzt auch etwas mehr von der Landschaft sehen und nehme auf dem Beifahrersitz Platz. Eine wirklich wunderschöne sanfte grüne Hügellandschaft präsentiert sich mit Ausblicken auf karstige Berge. Mit den vorletzten Tropfen Benzin erreichen wir Valldemossa und werden vom Tankstellenbesitzer kopfschüttelnd begrüßt. Sein Benzin sei aus und die nächste Tankstelle in Richtung Palma in ungefähr 10 km Entfernung. Na hoffentlich stimmt das… Die Reichweitenanzeige unseres Italieners ist sehr launisch und zeigt schwankend zwischen 60 km und 0 km Restreichweite an. Aber tatsächlich finden wir die Tankstelle in der genannten Entfernung – mit Benzin! Puh!

Weiter geht’s im Artikel “Mallorcas Märkte… Gemüse, Obst und verlockendes Land – Teil 2

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