Wildkräuterwanderung – Teil 2

Wildkräuterwanderung – Teil 2

So, und weiter geht der Exkurs in unsere nähere Umgebung auf der Suche nach Wildkräutern zur Verfeinerung von Smoothies oder der Bereitung von Tee’s. Dass viele Kräuter gleichzeitig auch Heilkräuter sind, finde ich klasse, so kann man prophylaktisch der Gesundheit etwas Gutes tun. Also Augen auf bei der Kräutersuche. Für einen Anfänger (wie mich) ist es allerdings nicht einfach, das viele Grünzeug voneinander zu unterscheiden. Darum nicht zu viel auf einmal sammeln und sorgfältig nachschauen, ob es sich wirklich um das gesuchte Kraut handelt.

 

Kleinblütiges Weidenröschen, Wiesen-Labkraut und Spitzwegerich

Das kleinblütige Weidenröschen ist hilfreich bei Problemen mit der Prostata. Achtung Männer:  Ja, fast nur für euch ist ein Kraut gewachsen. Ein recht Hübsches sogar. Der naheliegenden Blase und den Nieren tut das kleinblütige Weidenröschen aber auch gut.

Die jungen Triebe und die Blüten des Wiesen-Labkrauts können z. B. für Smoothies verwendet. werden. Besonders interessant ist, dass die Pflanze das Enzym Lab enthält, was der Name ja auch schon verrät. Dieses Enzym wird zur Käseherstellung benötigt. Die allermeisten Käsereien verwenden allerdings das Lab aus dem Kälbermagen, das “tierische Lab”.  Aber das ist ein anderes, sehr fieses Thema…

Den Spitzwegerich kennt jedes Kind in Form von Hustensaft. Er mildert den Hustenreiz und wirkt auch leicht hustenlösend. Aber er kann auch zur Linderung von Insektenstichen, leichten Verbrennungen oder  anderen entzündlichen Veränderungen der Haut verwendet werden. Einfach ein paar Blätter in den Händen zerreiben und den austretenden Pflanzensaft auf die entsprechende Stelle geben.

Kleinblütiges Weidenröschen_BlogKleinblütiges Weidenröschen

WiesenlabkrautWiesenlabkraut

Spitzwegerich_BlogSpitzwegerich

Mädesüß und Schafgarbe

Die Bezeichnung „Mädesüß“ hat mit dem süssen Mädel nix zu tun, sondern rührt wohl daher, dass diese Pflanze bzw. deren Blüten früher zum Süssen und Aromatisieren von Wein und Met verwendet wurde. Also „Metsüße“. Sie wächst entlang von Wassergräben und Bächen und  auf  Feuchtwiesen. Sie wird auch heute noch zum Aromatisieren verwendet, gern in Form von Sirup. In den Blütenknospen ist Salicylsäure enthalten, ein entzündungshemmender Wirkstoff, der heute synthetisch hergestellt Acetylsalicylsäure heisst und unter dem Namen “Aspirin” jedermann bekannt ist.

Die Schafgarbe ist, wie viele andere Wildkräuter auch, ein Alleskönner. Sie wirkt krampflösend und wird daher auch Bauchwehkraut genannt, kann aber auch gegen Migräne unterstützen.

Mädesüß_BlogMädesüß

Schafgarbe_BlogSchafgarbe

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